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Sound Performance Matinee Museum Kunstpalast, 14/7/2019

Video zur Ankündigung

Video der Performance am 14.7.19

 

MYEYE WHITE. Swantje Lichtenstein, Sonntag, 14. Juli 2019, 11.55 h Text­Sound­Performance feat. Poetic Music (ca. 30 Minuten)

Die polyphone Text-Sound-Performance MY EYE WHITE basiert auf dem von Swantje Lichtenstein entwickelten System einer digitalen Verwandlung von Texten, Sprachaufnahmen, Geschichten, Gesprächsfetzen, gefundenen und erfundenen Sätzen, die durch elektronische Rhythmisierung und stimmliche Improvisation sich auf den Sound der Sprache ausrichten, mithilfe einer elektroakustischen Erweiterung des wörtlichen Sinns und der literalen Bedeutungsebenen.

Diese Sprache beinhaltet Geschichte, Narration, Gedicht, Gespräch und ist auf Kommunikation und Interaktion aus. Durch die musikalisch-performative, stimmliche Verkörperung der Sprache, die durch eine transmediale Verbindung von Video, Wort, Audio auf diverse Art in den Raum gebracht wird, scheint sie sich zunächst in fließende elektronische Sounds aufzulösen und wird doch in jedem Moment durch Körper und Wortgestaltung wieder im Raum präsent und hörbar. Dadurch handelt es sich um eine genuin poetische Arbeit, im Sinne eines prozesshaften Mischens von Musik, Wort und Stimme gewinnen einen Innenblick in den Raum des Anderen, den
Innenraum, den des aus dem Körper hinausschauenden Bewusstseins, das sich mit den Weißen und dem eigenen Weißsein auseinandersetzt, den vielsprachigen Splittern im weißen Auge, das den privilegierten Blick, den der Möglichkeit des Mitsprechens, des Gehörtwerdens und des Dazwischenrufens, im Rahmen der eigenen künstlerischen und feministischen Verantwortlichkeit bespricht.

Solange nicht alle gehört werden, müssen die, die sprechen dürfen darauf hinweisen, dass nicht alle gehört werden, stimmlich, wörtlich, körperlich und durch den Klang hindurch. Swantje Lichtensteins Hauptinteresse gilt transtextuellen, performativen Erweiterungen in Sprache, Sound und Theorie. Dabei arbeitet sie in unterschiedlichen Genres zwischen Literatur, Kunst und Klang. In ihrer künstlerischen Arbeit erforscht die Text-Sound-Poetin und Perfor
mance-Künstlerin elektroakustische Aufzeichnungs- und Ausstellungsweisen aus einer transmedialen und feministischen Perspektive. Sie performt weltweit und hat bereits zahlreiche Soundarbeiten, Poesie, Essays und Übersetzungen veröffentlicht. Sie lehrt als Professorin für Ästhetische Praxis in Düsseldorf.